Wenn Tauben bellen…

…dann hängt Alufolie im Kugelahorn!

Wie kommt der Verfasser des Beitrages zu dieser Überschrift? – Ganz einfach: Der Text gibt es her! – Zum Verständnis werden einige Passagen aus einem Thread bei Facebook zitiert. Gefunden unter „Wir sind Lauenau“:

Eine Frage wird gestellt: In unserem Garten wohnen seit ein paar Wochen Tauben. Jetzt suchen sie Nistmaterial und rupfen Zweige aus dem Kugelahorn. Die Tauben muss auch nicht noch mehr werden. Weiß jemand, wie ich sie vergrämen kann?

Eine Stunde später der entscheidende Tipp: Alufolie in Streifen schneiden und in den Baum hängen.

Ein Dankeschön darf nicht fehlen: Danke für den Hinweis, die Alufolie finden die Tauben nicht so schön und sind jetzt in den Nachbargärten unterwegs.

Es geht munter weiter im Text, auch mit zahlreichen kritischen Stimmen. Das muss die Fragestellerin jetzt ertragen. Der „22er Magnum-Tipp“ war vermutlich nicht so ernst gemeint.

Noch etwas zum Landleben: Ich will auf den Land leben aber ich will keine Vögel in meinem Garten. Versteh ich nicht.

Antwort: Ich liebe auch das Landleben mit allen Tieren.Aber wenn die Tauben laufend gurren u alles vollscheissen finde ich es auch nervig.

Frage: Was sollen sie denn sonst machen, bellen?

Die Textpassagen sind ohne Korrekturen eins zu eins kopiert. Zitatrecht nach § 51 UrhG.

Tauben, ständige Begleiter des Menschen

Die Taube ist eines der ältesten Haustiere. Sie begleitet den Menschen schon seit der Antike und war immer positiv konnotiert. Tauben wurden gegessen und lieferten hervorragenden Gartendünger. Schlösser, Landgüter und Klöster hatten Taubenhäuser und seit dem Mittelalter sog. Taubentürme. Einzigartig ist, dass Tauben frei gehalten werden können und immer zum Menschen zurückkehren, um Schutz zu suchen. Erst mit der Erfindung des Kunstdüngers und dem Gemüseeinkauf im Supermarkt wollte man mit unseren Tauben nichts mehr anfangen. Aber das können die Vögel nicht wissen. Die machen einfach weiter wie gehabt.

Wilde Taubenarten bei uns

Ringeltaube, Hohltaube, Türkentaube und Turteltaube sind bei uns am häufigsten verbreitet. Die Ringeltaube war zunächst ein typischer Waldbewohner. Seit mehreren Jahrzehnten hat sie sich zu einem Stand- und Stadtvogel entwickelt, der im Winter bei uns bleibt. Die Hohltaube nistet als einzige Taube in hohlen Bäumen. Die Türkentaube ist die einzige Taube, die aus Südasien zugewandert ist. Sie lebt ausschließlich in Ortschaften oder in Siedlungsnähe. Vom Aussterben bedroht ist die Turteltaube. Sie ist bei uns von April bis September. Die restliche Zeit verbringt sie in der südlichen Sahara.

Symbolik1

Weil die antike Naturwissenschaft annahm, dass die Taube keine Gallenblase hat und daher frei von allem Bitteren und Bösen ist, gelten sie als Symbol des Friedens (Friedenstaube), auch der Unschuld, Liebe (vgl. Turteltaube), Treue (vergl. Hochzeitstaube, Auflasstaube) und Mutterschaft, der Seele und christlich gedeutet des Heiligen Geistes sowie auf Wappen. Die Symbolik findet sich in zahlreichen Kulturen. Im Umfeld von Trauer oder der Beisetzung eines Verstorbenen steht die weiße Taube vor allen Dingen für die Freiheit, die eine Seele nach dem Tode und dem Verlassen des menschlichen Körpers erhält.
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1 Wikipedia

Foto: Viktor Forgacs on unsplash.com.

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