Solaranlage auf einem Hausdach unter dem strahlend blauen Himmel, mit der Reflektion der Sonne

Fotovoltaik:

Kennen sie eine Region in Deutschland mit so wenig Fotovoltaikflächen auf den Dächern wie unsere Region? Wer in den Urlaub fährt, reibt sich verwundert die Augen. Es ist Zeit, Anschluss an dieser Entwicklung zu nehmen.

Für Lauenau haben wir ein Fotovoltaikprogramm für 100 Dächer in 1000 Tagen geplant.

Letztes Jahr haben wir durchgesetzt, dass alle samtgemeindeeigenen Flächen mit Fotovoltaik belegt werden dürfen. Dies muss jedoch auch nach außen beworben werden, damit überhaupt Kenntnis davon zum Beispiel zum Verein Bürgerenergiewende Schaumburg gelangt. Teile der Flächen wie die Kindergärten und die Grundschule Lauenau werden dieses Jahr mit Fotovoltaik ausgestattet. Allein, es geschieht alles erst auf X-fache Nachfrage und wird im Rathaus irgendwie immer vergessen. Unser fünf Jahre nach dem Mehrheitswechsel noch immer von außen fremdgesteuertes Bauamt ist unterbesetzt und eine der großen Baustellen in unserer Samtgemeinde. Wir möchten, dass alle Dachflächen in den Gemeinden – auch die Lauenauer – so weit wie möglich mit Fotovoltaik ausgestattet werden. Auch hier gilt es, den Auftrag zur Umsetzung zu vergeben. Unser Bauamt könnte, selbst wenn es gut aufgestellt wäre, all dies mit der jetzigen „Mannschaftsstärke“ gar nicht bewerkstelligen. Denn, bei aller Kritik in der Sache: Die Worte „Schleichschritt“ und „Beamtenmikado“ existieren in unserem Rathaus nicht.   

Wir schlagen vor, dass der Landkreis ein 100 Mio. Euro Förderprogramm mit 25 % Förderquote pro Photovoltaikanlage auflegt. Bei 60 m² pro Anlage ließen sich rund 40.000 Anlagen errichten. Die regenerative Stromerzeugung im Landkreis Schaumburg würde 77 % des gesamten Stromverbrauchs betragen. Bei 25 % Förderquote ist die Stromerzeugung für jeden Hausbesitzer lukrativ. Die Umsetzung bis 2030 wäre garantiert.

Wie man ein solches Förderprogramm im Detail aufstellt, als Zuschuss zu den Investitionen oder als Eigentümer auf Dächern, die man mietet, ist dabei nachrangig. Wichtig ist, dass jetzt damit begonnen wird.

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